Zum Inhalt springen

Bezahlte Hilfe zu Hause in der Schweiz · Eurostat 2016 und 2024

Bezahlte Hilfe zu Hause in der Schweiz: Jede zwölfte Person in Haushalten mit Betreuungsbedarf nennt die Kosten als grösste Hürde (2024)

Im Jahr 2024 nannten 8.4 % aller Menschen in Schweizer Haushalten, in denen jemand langfristig Hilfe oder Betreuung brauchte, die Kosten als Hauptgrund dafür, dass sie keine oder nicht genügend bezahlte Hilfe zu Hause erhielten. 2016 waren es 18.7 %: Der Anteil ist heute weniger als halb so gross.

Die Messung erfasst bezahlte Betreuung und Alltagshilfe, die wegen einer lang andauernden Krankheit, Gebrechlichkeit oder hohen Alters benötigt wird.

Die landesweite Veränderung

201618.7%Fast jede fünfte Person
20248.4%Etwa jede zwölfte Person

Von 18.7 % auf 8.4 %: 10.3 Prozentpunkte tiefer, ein Rückgang um 55 %.

Für 8.4 % stehen die Kosten weiterhin im Weg

Im Jahr 2024 nannten 9.8 % der Menschen, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht waren, die Kosten. Bei allen anderen waren es 7.7 %.

2016 und 2024 vergleichen

Finanzielle Gründe als grösste Hürde

Anteil der Menschen in der erfassten Schweizer Bevölkerung.

Von 18.7 % auf 8.4 %: 10.3 Prozentpunkte tiefer, ein Rückgang um 55 %.

Landesweiter Vergleich
JahrAnteilEinfach ausgedrückt
201618.7%Fast jede fünfte Person
20248.4%Etwa jede zwölfte Person

Der verbleibende Unterschied im Jahr 2024

Finanzielle Gründe im Jahr 2024, nach Gefährdung durch Armut oder soziale Ausgrenzung.

Ein Unterschied von 2.1 Prozentpunkten im Jahr 2024, nicht auf statistische Signifikanz geprüft.

Finanzielle Gründe im Jahr 2024 nach Gefährdung durch Armut oder soziale Ausgrenzung
GruppeAnteil
Von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht9.8%
Alle anderen7.7%

Die Grafiken ergänzen die Daten. Alle Werte stehen in den Tabellen und in den herunterladbaren Daten zur Verfügung.

Quelle: Eurostat, EU Statistics on Income and Living Conditions, Schweizer Beobachtungen für 2016 und 2024. Die Werte sind Prozentangaben.

Was Eurostat als bezahlte Hilfe zu Hause erfasst

Die folgenden Kategorien beschreiben die statistische Messung. Bezahlte Hilfe zu Hause umfasst mehr als Pflege.

  • Mahlzeiten
  • Erinnerung an Medikamente
  • Wäsche
  • Leichte Haushaltsarbeiten
  • Einkaufen
  • Transport
  • Gesellschaft
  • Gesundheitliche Unterstützung

2.1 Prozentpunkte Unterschied, statistisch nicht geprüft

Der Unterschied von 2.1 Prozentpunkten zwischen Menschen, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind, und allen anderen wurde nicht auf statistische Signifikanz geprüft. Eurostat veröffentlicht zu diesen Zahlen keine Konfidenzintervalle. 2016 betrug der Unterschied 9.5 Prozentpunkte, 24.7 % gegenüber 15.2 %, mit demselben Vorbehalt. Die häufigste Antwort lautet «kein ungedeckter Bedarf und professionelle Betreuung genutzt»: 48.0 % im Jahr 2024, gegenüber 37.2 % im Jahr 2016. Weitere 34.3 % gaben 2024 «anderer Grund» an.

Bezahlte Hilfe kann den Alltag zu Hause weiter ermöglichen

Zur Hilfe, die Eurostat erfasst, gehören Mahlzeiten, Wäsche, leichte Haushaltsarbeiten, Einkaufen, Transport und Gesellschaft: Alltagsaufgaben, für die ein Haushalt einen Helper anstellen kann.

“Weniger Menschen nennen die Kosten als 2016. Doch 8.4 % heisst noch immer: Etwa jede zwölfte Person in diesen Haushalten erhält vor allem wegen des Preises keine oder zu wenig bezahlte Hilfe zu Hause.”

Gilberto de la Fuente, Direktor bei Helpore

Die Sicht von Helpore

Helpore vereinfacht die Anstellung im Privathaushalt. Der Haushalt bleibt Arbeitgeber. Helper bezahlen keine Gebühren an Helpore.

Ein direkter Vergleich veröffentlichter Schweizer Daten

Helpore hat die von Eurostat veröffentlichten Schweizer Ergebnisse für 2016 und 2024 verglichen. Die Schweizer Metadaten bezeichnen die Erhebungsjahre 2014 bis 2024 als vergleichbare Reihe. Seit 2023 werden Interviews aber auch online geführt, und das Bundesamt für Statistik nennt Brüche in der Zeitreihe bei bestimmten ungedeckten Bedürfnissen. 2016 und 2024 sind deshalb nur teilweise vergleichbar. Die Zahlen zeigen den genannten Hauptgrund. Sie messen keine Preise, erklären nicht, warum sich der Anteil verändert hat, und prüfen Unterschiede nicht auf statistische Signifikanz.