Professionelle Pflege zu Hause in Europa
Bezahlte Pflege zu Hause: 56 % in der Schweiz, fast doppelt so viel wie in der EU
Von den Einwohnerinnen und Einwohnern der Schweiz in Haushalten, in denen jemand Langzeitpflege benötigte, lebten 2024 56.1 % in Haushalten, die professionelle Pflege zu Hause bezogen. EU-weit waren es 28.3 %.
Daten 2024 Eurostat-Bericht zu den Lebensbedingungen, September 2026
Länderkarte erkundenEin Unterschied von 27.8 Prozentpunkten.
Was die Kennzahl bedeutet
Was zählt als bezahlte Pflege zu Hause?
Eurostat definiert professionelle Pflege zu Hause als Pflege, die im Rahmen einer beruflichen oder bezahlten Tätigkeit erbracht wird.
Ist bezahlte Pflege zu Hause unterhalb der Einkommensschwelle seltener?
Unter den Einwohnerinnen und Einwohnern der Schweiz in Haushalten mit Langzeitpflegebedarf lebten unterhalb der relativen Einkommensschwelle schätzungsweise 47 % in Haushalten, die professionelle Pflege zu Hause erhielten, und oberhalb der Schwelle ungefähr 58 %.
Die Pflegedaten stammen aus dem Jahr 2024. Das Einkommen von 2023 dient nur dazu, Einwohnerinnen und Einwohner unterhalb oder oberhalb der relativen Einkommensschwelle einzuordnen. Diese liegt bei 60 % des medianen verfügbaren Äquivalenzeinkommens. Die Prozentwerte sind ungefähre Berechnungen aus gerundeten Zellen.
Die Debatte in Luzern
Worüber berät der Luzerner Kantonsrat im Oktober 2026 zur Pflege zu Hause?
Betreuung durch Angehörige, Aufsicht und Tarife für die Pflege zu Hause stehen auf der Oktobertraktandenliste des Luzerner Kantonsrats. Die Karte unten zeigt zuerst die Schweiz.
Europäischer Vergleich
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Alle verfügbaren Länderwerte
| Land | Anteil | Im Vergleich mit der EU | Quellenhinweis |
|---|---|---|---|
| Albanien | 9.0 % | −19.3 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Belgien | 52.9 % | +24.6 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Bulgarien | 10.9 % | −17.4 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Dänemark | 63.5 % | +35.2 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Deutschland | 29.2 % | +0.9 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Estland | 7.6 % | −20.7 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Finnland | 39.3 % | +11.0 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Frankreich | 46.3 % | +18.0 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Griechenland | 16.0 % | −12.3 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Irland | 24.7 % | −3.6 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Italien | 28.2 % | −0.1 Prozentpunkte | Geringe Zuverlässigkeit |
| Kroatien | 27.4 % | −0.9 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Lettland | 21.8 % | −6.5 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Litauen | 31.0 % | +2.7 Prozentpunkte | Vorläufig |
| Luxemburg | 28.2 % | −0.1 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Malta | 23.1 % | −5.2 Prozentpunkte | Geringe Zuverlässigkeit |
| Montenegro | 17.9 % | −10.4 Prozentpunkte | Geringe Zuverlässigkeit |
| Niederlande | 44.4 % | +16.1 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Nordmazedonien | 11.6 % | −16.7 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Norwegen | 34.7 % | +6.4 Prozentpunkte | Geringe Zuverlässigkeit |
| Österreich | 22.4 % | −5.9 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Polen | 8.5 % | −19.8 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Portugal | 49.9 % | +21.6 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Rumänien | 10.4 % | −17.9 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Schweden | 22.4 % | −5.9 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Schweiz | 56.1 % | +27.8 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Serbien | 16.3 % | −12.0 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Slowakei | 28.3 % | 0.0 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Slowenien | 42.3 % | +14.0 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Spanien | 20.8 % | −7.5 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Tschechien | 22.9 % | −5.4 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Türkei | 10.6 % | −17.7 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Ungarn | 8.3 % | −20.0 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
| Zypern | 62.9 % | +34.6 Prozentpunkte | Keine Quellenkennzeichnung |
Methode und Quellen
So sind die Zahlen zu lesen
Der direkte Vergleich verwendet die Eurostat-Daten für 2024 aus ilc_ats22.
Der Schweizer Einkommensvergleich verwendet die Eurostat-Tabelle ilc_ats19. Unterhalb der Schwelle leben 2.5 % der Einkommensgruppe in Haushalten mit professioneller Pflege zu Hause. 2.8 % leben in Haushalten, in denen jemand Langzeitpflege benötigte, der Haushalt aber keine professionelle Pflege zu Hause bezog. Oberhalb der Schwelle liegen die entsprechenden Anteile bei 2.1 % und 1.5 %. Die Berechnungen lauten 2.5 ÷ (2.5 + 2.8) und 2.1 ÷ (2.1 + 1.5) und basieren auf Zellen, die auf eine Dezimalstelle gerundet sind.
Die Prozentwerte ordnen Einwohnerinnen und Einwohner nach ihrer Haushaltssituation ein, nicht nach individuellen Empfängerinnen und Empfängern oder der Anzahl Haushalte.
Zur Stichprobenunsicherheit liegen keine Angaben vor.
Diese Daten belegen weder Signifikanz noch ungedeckten Bedarf, Bezahlbarkeit, Ursache, politische Auswirkungen, Trends oder Pflegequalität.