Du kennst das Angebot: 25 Franken bar auf die Hand, keine Papiere, keine Fragen. Es klingt nach mehr Geld und weniger Aufwand. In Wirklichkeit zahlst du jeden Monat drauf, nur siehst du die Rechnung erst Jahre später. Dieser Ratgeber zeigt dir, was Schwarzarbeit dich wirklich kostet, was dir von einem deklarierten Stundenlohn bleibt und wie du in der Schweiz sauber angemeldet putzt, ohne selbst Formulare auszufüllen.
Wenn du direkt loslegen willst: Auf Helpore legst du deinen Bruttostundenlohn selbst fest, behältst 100 Prozent davon und arbeitest ab der ersten Stunde deklariert. Erstelle dein kostenloses Helfer-Profil in wenigen Minuten.
Was schwarz arbeiten in der Schweiz genau heisst
Bar bezahlt zu werden ist nicht verboten. Nicht angemeldet zu sein schon. Jede Arbeit in einem Privathaushalt muss ab dem ersten Franken bei der AHV gemeldet werden, so steht es im Merkblatt 2.06 der AHV zur Hausarbeit. Einzige Ausnahme: Wer unter 25 ist und pro Haushalt höchstens 750 Franken im Jahr verdient, ist von der AHV befreit, solange er nichts anderes verlangt.
Fehlt die Anmeldung, ist das Schwarzarbeit im Sinne des Bundesgesetzes gegen die Schwarzarbeit. Die Bussen treffen in erster Linie den Haushalt als Arbeitgeber. Die Folgen für dich sind leiser, aber teurer.
Was dich Schwarzarbeit wirklich kostet
- Beitragsjahre und Rente. Jede deklarierte Stunde zählt als AHV-Beitragsjahr. Fehlende Jahre kürzen deine Rente später dauerhaft, und nachzahlen kannst du sie nur begrenzt.
- Unfallversicherung. Für Hauspersonal ist die Unfallversicherung obligatorisch, der Haushalt muss sie abschliessen. Schwarz gibt es sie nicht. Ein Sturz von der Leiter ist dann dein Problem, inklusive Lohnausfall.
- Arbeitslosengeld. Ohne ALV-Beiträge hast du keinen Anspruch, wenn Aufträge wegbrechen.
- Ferienentschädigung. Im Stundenlohn steht dir der Ferienanspruch als Zuschlag zu, üblich sind 8,33 Prozent für vier Wochen. Schwarz bekommst du ihn praktisch nie.
- Nachweise. Ohne Lohnabrechnung und Lohnausweis fehlen dir Belege für die Wohnungssuche, für eine Bewilligungsverlängerung, für einen Kredit oder für die Krankenkassen-Prämienverbilligung.
- Mindestlohn. Der Normalarbeitsvertrag Hauswirtschaft gilt nur, wenn du angestellt bist. Schwarz verhandelst du allein, und meistens nach unten.
Die ehrliche Rechnung: 25 Franken schwarz gegen 28 Franken deklariert
Nimm einen deklarierten Bruttolohn von CHF 28 pro Stunde. Im vereinfachten Abrechnungsverfahren gehen dir rund 6,4 Prozent Arbeitnehmerbeiträge ab, nämlich 5,3 Prozent AHV/IV/EO und 1,1 Prozent ALV. Das sind rund CHF 1.80, es bleiben dir rund CHF 26.20 netto pro Stunde.
Bei einmaligen Einsätzen kommt die Ferienentschädigung von 8,33 Prozent auf den Bruttolohn obendrauf, bei unter 20-Jährigen 10,64 Prozent. Aus CHF 28 werden dann CHF 30.33 brutto, netto rund CHF 28.40.
Dagegen die 25 Franken bar: keine Rente, keine Unfallversicherung, kein Arbeitslosengeld, kein Ferienzuschlag, kein Beleg. Schon beim reinen Stundenbetrag liegt die deklarierte Variante vorn, und alles, was die Beiträge dir aufbauen, kommt dazu. Je nach Bewilligung kann noch Quellensteuer abgehen, das gilt aber für jede angemeldete Arbeit und ist kein Argument für schwarz.
Mindestlöhne 2026: darunter geht nichts
Der Normalarbeitsvertrag Hauswirtschaft legt schweizweit Mindestlöhne für Hausarbeit fest, gestaffelt nach Erfahrung und Ausbildung. Helpore hat für 2026 diese Untergrenzen hinterlegt und lässt keinen Tarif darunter zu:
- Ungelernt, weniger als vier Jahre Erfahrung: CHF 20.35
- Ungelernt mit mindestens vier Jahren Erfahrung oder mit EBA: CHF 22.30
- Mit EFZ: CHF 24.55
In Kantonen mit kantonalem Mindestlohn, etwa Genf, Neuenburg, Jura, Tessin oder Basel-Stadt, gilt der höhere Wert. Als Startpunkt schlägt Helpore CHF 26 vor, und erfahrene Helfer setzen ihre Tarife deutlich höher an. Was du verlangen kannst, zeigt dir unser Ratgeber zum richtigen Stundenlohn als Putzkraft oder Nanny.
Auf Rechnung putzen ist nicht die Lösung
Viele denken, die Lösung sei eine eigene Rechnung, also selbständig putzen. In Privathaushalten funktioniert das in der Regel nicht: Die AHV stuft Hausarbeit grundsätzlich als Anstellung ein, nicht als selbständige Tätigkeit. Der Haushalt bleibt Arbeitgeber, mit allen Pflichten. Genau deshalb schieben viele Familien das Thema vor sich her, und genau da setzt ein Modell an, das diese Pflichten für beide Seiten abnimmt.
So arbeitest du deklariert, ohne selbst Formulare auszufüllen
Auf Helpore läuft es so:
- Du legst deinen Bruttostundenlohn selbst fest. Du behältst 100 Prozent davon, abgezogen werden nur die gesetzlichen Arbeitnehmerbeiträge, wie bei jeder deklarierten Anstellung.
- Du wählst deine Dienste, dein Einsatzgebiet und deine Verfügbarkeit. Haushalte in deiner Nähe buchen dich direkt.
- Vertrag, AHV-Anmeldung, Unfallversicherung und Lohnabrechnung werden für dich erledigt, ab der ersten Stunde.
- Du bekommst eine Lohnabrechnung, die du für Wohnung, Bewilligung und Steuern verwenden kannst.
Welche Bewilligung du dafür brauchst, erklärt der Ratgeber Arbeitsbewilligung für Putz- und Nanny-Jobs. Die Details zu Abzügen und Nettolohn findest du im Beitrag zum Nettolohn als Putzkraft oder Nanny, und die Ferienentschädigung erklären wir hier im Detail.
Wo die Nachfrage gerade am grössten ist
Deklarierte Putz- und Haushaltsjobs gibt es in der ganzen Schweiz. Besonders viele Haushalte suchen in Zürich, Bern, Basel, Genf, Lausanne und Luzern. Alle Städte findest du auf unserer Übersicht für Helfer.
Fazit
Schwarz ist nicht billiger, es ist nur später teuer. Mit einem deklarierten Stundenlohn behältst du mehr pro Stunde als bei den üblichen Barangeboten, baust Rente und Versicherungsschutz auf und hast Belege in der Hand, wenn du sie brauchst. Registriere dich kostenlos als Helfer, lege deinen Tarif fest und arbeite ab dem ersten Einsatz angemeldet.
Quellen
- AHV/IV Merkblatt 2.06, Hausarbeit: ahv-iv.ch/p/2.06.d
- Bundesgesetz gegen die Schwarzarbeit (BGSA): fedlex.admin.ch
- Normalarbeitsvertrag Hauswirtschaft, SECO: seco.admin.ch
