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Helper-Ratgeber

Stundenlohn als Putzkraft oder Nanny in der Schweiz: der Guide 2026

Bruttostundenlohn für Reinigung, Kinderbetreuung oder Haushaltshilfe festlegen: anwendbarer Mindestlohn, beispielhafte Planungsspannen und Lohnabzüge im Überblick.

Helpore Editorial

Vergleiche Aufgaben und Erfahrung, prüfe den anwendbaren Mindestlohn und kläre die Abzüge, bevor du einen Bruttostundenlohn festlegst.

Dieser Guide liefert dir die Zahlen, die Regeln und eine einfache Methode, um einen fairen Satz festzulegen, ob du putzt, Kinder betreust oder ältere Menschen unterstützt. Er ist für Helper geschrieben, also für die Menschen, die die Arbeit leisten, und basiert auf den Schweizer Mindestlohn-Regeln für 2026.

Du kannst ein kostenloses Helper-Profil erstellen, einen Bruttolohn festlegen und Dienstleistungen sowie Verfügbarkeit vorbereiten.

Bruttolohnspannen zur Planung

Die folgenden Spannen dienen der Planung von Arbeit in Privathaushalten. Sie sind keine überprüfte Lohnerhebung für 2026. Vereinbare einen Bruttolohn für die tatsächlichen Aufgaben und prüfe den anwendbaren Mindestlohn separat.

Tätigkeit Beispielhafter Bruttolohn zur Planung, CHF pro Stunde
Haushaltsreinigung Beispielhafte CHF 25 bis 34
Nanny / Kinderbetreuung Beispielhafte CHF 25 bis 35
Nichtmedizinische Hilfe zu Hause Beispielhafte CHF 28 bis 38, je nach Aufgaben
Bügeln, gründliche Reinigung, Extras Höheren Lohn für die Aufgaben vereinbaren

Dies sind beispielhafte Bruttostundenlöhne vor Arbeitnehmerabzügen, keine überprüften aktuellen Marktdurchschnitte. Vereinbare den Lohn für deine Aufgaben, deine Erfahrung und deinen Ort und prüfe den anwendbaren Mindestlohn.

Beginne beim gesetzlichen Minimum (das ist deine Untergrenze)

Der eidgenössische Mindestlohn für Hauswirtschaft gilt innerhalb seines Geltungsbereichs, grundsätzlich ab durchschnittlich fünf Wochenstunden beim selben Arbeitgeber. Genf hat einen eigenen Normalarbeitsvertrag. Andere kantonale oder örtliche Regeln können höhere Löhne vorsehen. Überwiegende Kinderbetreuung ist vom eidgenössischen Vertrag ausgenommen. Prüfe Tätigkeit, Kanton und Vertrag. Innerhalb des eidgenössischen Geltungsbereichs gelten 2026 folgende Bruttomindestlöhne:

  • Ungelernt: CHF 20.35/Stunde
  • Ungelernt mit mindestens 4 Jahren Erfahrung in der Hauswirtschaft: CHF 22.30/Stunde
  • Gelernt mit EBA: CHF 22.30/Stunde
  • Gelernt mit EFZ: CHF 24.55/Stunde

Zwei Dinge sind wichtig:

  1. Bezahlte Ferien sind ein eigener Anspruch. Eine Auszahlung mit dem Stundenlohn ist nur bei tatsächlich unregelmässiger Teilzeitarbeit erlaubt. Der Anteil muss im schriftlichen Vertrag und auf der Lohnabrechnung ausgewiesen sein.
  2. Einige Kantone setzen höhere Untergrenzen. Zum Beispiel liegt der Mindestlohn in Genf 2026 bei CHF 24.59/Stunde und damit deutlich über dem Bundeswert. Prüfe immer deinen Kanton.

Das gesetzliche Minimum schützt dich nach unten. Am Markt entscheidest du, wie weit darüber du dich positionierst.

Einen Reinigungslohn wählen

Zur Planung verwendet dieser Ratgeber eine beispielhafte Spanne von CHF 25 bis 34 brutto pro Reinigungsstunde. Dies ist keine überprüfte Lohnerhebung für 2026. Prüfe aktuelle lokale Angebote mit vergleichbaren Aufgaben, bevor du einen Lohn vereinbarst.

Was dich in der Spanne nach oben bringt:

  • Erfahrung und Referenzen. Vergleiche Angebote für ähnliche Erfahrung und Aufgaben, statt einen festen Zuschlag anzunehmen.
  • Region. Zürich, Genf, Basel, Zug und Lausanne liegen am oberen Ende, ländliche Kantone tiefer.
  • Zusatzaufgaben. Bügeln, Backofen- und Kühlschrankreinigung, Fenster, Wäsche und gelegentliches Kochen rechtfertigen einen höheren Satz.
  • Zuverlässigkeit und Flexibilität. Haushalte zahlen einen Aufschlag für jemanden, der pünktlich, vertrauenswürdig und konstant ist.

Wie viel verlangen Nannys und Helper in der Kinderbetreuung?

Kinderbetreuung bedeutet Verantwortung für Kinder. Dieser Ratgeber verwendet eine beispielhafte Bruttospanne von CHF 25 bis 35, keinen überprüften Marktdurchschnitt. Vereinbare den Lohn für die tatsächlichen Qualifikationen, Stunden und Aufgaben.

Die Sätze steigen mit:

  • Anzahl und Alter der Kinder (Säuglinge und mehrere Kinder kosten mehr)
  • Qualifikationen (Ausbildung in Kinderbetreuung, Erste Hilfe, EFZ/EBA)
  • Zusatzaufgaben wie Kochen, Schulwege, Hausaufgabenhilfe oder leichte Hausarbeit
  • Stunden und Regelmässigkeit (ein fester Wochenplan kann anders liegen als gelegentliche Abende)

Eine nützliche Regel: Berechne Kinderbetreuung mindestens so hoch wie das Putzen, weil die Verantwortung grösser ist.

Brutto vs. netto: Was dein Stundensatz wirklich bedeutet

Hier kommen viele Helper durcheinander, also präzisieren wir das.

  • Dein Satz ist ein Bruttostundenlohn. Das ist die Zahl, die du mit dem Haushalt vor Abzügen vereinbarst.
  • Sozialversicherungsbeiträge. Ausnahmen nach Alter und Kalenderjahr sowie ab dem Referenzalter können gelten. Für AHV- und ALV-pflichtige Angestellte unter dem Referenzalter beträgt der übliche Arbeitnehmeranteil 6.4 %. Im zulässigen vereinfachten Verfahren kommen 5 % Steuer hinzu. Weitere Arbeitnehmerabzüge können anfallen.
  • Der Arbeitgeber zahlt seinen Anteil obendrauf. Der Haushalt zahlt als dein rechtlicher Arbeitgeber den Arbeitgeberanteil und die obligatorische Unfallversicherung zusätzlich zu deinem Lohn.

Der ausbezahlte Lohn entspricht dem Bruttolohn abzüglich aller anwendbaren Arbeitnehmerabzüge. Für eine angestellte Person unter dem Referenzalter mit AHV- und ALV-pflichtigem Lohn beträgt der übliche Arbeitnehmeranteil 6.4 %: 5.3 % AHV/IV/EO und 1.1 % ALV. Im zulässigen vereinfachten Abrechnungsverfahren werden zusätzlich 5 % Steuer vom beitragspflichtigen Bruttolohn abgezogen, auch bei Schweizer Staatsangehörigen und Personen mit Bewilligung C. Abzüge für berufliche Vorsorge, Versicherungen und kantonale Arbeitnehmerbeiträge können hinzukommen. Der Nettolohnrechner zeigt beschriftete Beispiele.

Barzahlung und korrekte Deklaration

Bei korrekt deklarierter und dokumentierter Anstellung kann eine Barzahlung legal sein. Die folgenden Risiken betreffen fehlende Meldungen oder Nachweise.

  • Keine AHV-Beiträge bedeutet Lücken in deiner Rente, die sich später kaum schliessen lassen.
  • Fehlende Unfallversicherung kann Nachzahlungen und Prämienfolgen für den Arbeitgeber verursachen. Gesetzliche Ansprüche der angestellten Person verschwinden nicht einfach.
  • Kein Arbeitsnachweis bedeutet nichts vorzuweisen für eine Bewilligungsverlängerung, einen Kredit oder einen Einkommensnachweis.
  • Rechtliches Risiko trifft beide Seiten, wenn die Arbeit auffliegt.

Deklarierte Arbeit schafft Einkommensnachweise sowie die anwendbaren Beiträge und Versicherungen. Lies Barzahlung und Schwarzarbeit zu den Pflichten bei beiden Zahlungsarten.

So legst du deinen eigenen Satz in vier Schritten fest

So kommst du zu einer Zahl, die du begründen kannst:

  1. Finde deine Untergrenze. Nimm das gesetzliche Minimum für dein Qualifikationsniveau und deinen Kanton (starte mit den Werten oben und prüfe dann deine kantonalen Regeln).
  2. Erfahrung berücksichtigen. Vergleiche Angebote für ähnliche Fähigkeiten und Referenzen, bevor du deinen Lohn vereinbarst.
  3. Zuschlag für Aufgaben und Region. Bügeln, Grundreinigung, Betreuungsextras und teure Städte (Zürich, Genf, Basel) bringen dich ans obere Ende der Spanne.
  4. Vergleichbare Angebote prüfen. Vergleiche Aufgaben, Erfahrung, Stunden und Ort. Vereinbare deinen Bruttolohn und gib ihn klar an. Die obigen Spannen sind Planungsbeispiele.

Möchtest du die Zahlen inklusive der Arbeitgeberkosten durchrechnen, die ein Haushalt sieht? Probiere den Helpore Kostenrechner.

Helpore zieht keine Gebühr von deinem Bruttolohn ab

Helpore zieht keine Gebühr vom Bruttolohn des Helpers ab. Vergleiche tatsächliche Anstellungsbedingungen und Abzüge, statt die Lohnpraxis eines anderen Haushalts anzunehmen.

  • Du legst deinen Satz selbst fest und wählst deine Verfügbarkeit und Einsatzgebiete.
  • Keine Helpore-Gebühr vom Lohn. Anwendbare Arbeitnehmerbeiträge, Steuern sowie Abzüge für berufliche Vorsorge und Versicherung bleiben bestehen. Servicegebühren des Haushalts sind separat.
  • Vereinbarte Administration. Der Haushalt ist dein Arbeitgeber. Wenn er Helpore Admin wählt, füllt Helpore die Vertragsvorlage aus, die du mit dem Haushalt unterschreibst, und übernimmt mit Vollmacht die vereinbarten Meldungen, Versicherungsadministration und Lohnadministration. Der Haushalt bleibt für seine Arbeitgeberpflichten verantwortlich.
  • Der Beitritt ist für Helper kostenlos. Ein Helper-Profil zu erstellen kostet dich nichts.

Du kannst in der ganzen Schweiz ein Helper-Profil vorbereiten. Haushalte können über Flex buchen, die Anmeldung garantiert aber keine Arbeit.

Starte jetzt

Die Anmeldung ist kostenlos. Helpore zieht keine Gebühr vom Bruttolohn ab. Anwendbare Arbeitnehmerabzüge bleiben bestehen. Halte dein Profil für Anfragen bereit.

Wenn du putzt, Kinder betreust, ältere Menschen unterstützt oder im Haushalt hilfst, ist jetzt der Moment, deinen Satz festzulegen und dir deinen Platz zu sichern.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel sollte ich 2026 als Putzkraft in der Schweiz verlangen?

Dieser Ratgeber verwendet CHF 25 bis 34 brutto pro Stunde als Planungsbeispiel, nicht als überprüften aktuellen Marktdurchschnitt. Vereinbare den Lohn für deine Aufgaben, deine Erfahrung und deinen Ort, mindestens auf Höhe der anwendbaren gesetzlichen Untergrenze.

Wie hoch ist der Mindestlohn für Hauswirtschaft 2026?

Der eidgenössische Mindestlohn für Hauswirtschaft gilt innerhalb seines Geltungsbereichs, grundsätzlich ab durchschnittlich fünf Wochenstunden beim selben Arbeitgeber. Genf hat einen eigenen Normalarbeitsvertrag. Andere kantonale oder örtliche Regeln können höhere Löhne vorsehen. Überwiegende Kinderbetreuung ist vom eidgenössischen Vertrag ausgenommen. Prüfe Tätigkeit, Kanton und Vertrag. Innerhalb des eidgenössischen Geltungsbereichs betragen die Bruttomindestlöhne 2026 CHF 20.35 für ungelernte Arbeit, CHF 22.30 für die Kategorie mit Erfahrung oder EBA und CHF 24.55 für EFZ.

Wie viel verlangen Nannys und Babysitter pro Stunde?

Die Bruttospanne von CHF 25 bis 35 ist beispielhaft, kein überprüfter Marktdurchschnitt. Vereinbare den Lohn für die tatsächlichen Qualifikationen, Anzahl und Alter der Kinder, Stunden und Aufgaben.

Nimmt Helpore eine Kommission von meinem Satz?

Helpore zieht keine Gebühr vom Bruttolohn des Helpers ab. Anwendbare Arbeitnehmerabzüge bleiben bestehen. Servicegebühren des Haushalts sind separat.

Zahle ich AHV und Steuern auf meinen Verdienst?

Die AHV-Beitragspflicht beginnt am 1. Januar nach dem siebzehnten Geburtstag. In Privathaushalten gilt die Ausnahme für geringe Löhne bis zum 31. Dezember des Jahres, in dem die angestellte Person 25 wird. Ein Lohn von höchstens CHF 750 pro Kalenderjahr und Haushalt ist beitragsfrei, sofern die angestellte Person keine Beiträge verlangt. Über CHF 750 ist der gesamte beitragspflichtige Lohn abzurechnen. Ältere Angestellte unter dem Referenzalter sind grundsätzlich ab dem ersten Franken beitragspflichtig. Ab dem Referenzalter gelten andere Regeln. Für eine angestellte Person unter dem Referenzalter mit AHV- und ALV-pflichtigem Lohn beträgt der übliche Arbeitnehmeranteil 6.4 %: 5.3 % AHV/IV/EO und 1.1 % ALV. Im zulässigen vereinfachten Abrechnungsverfahren werden zusätzlich 5 % Steuer vom beitragspflichtigen Bruttolohn abgezogen, auch bei Schweizer Staatsangehörigen und Personen mit Bewilligung C. Abzüge für berufliche Vorsorge, Versicherungen und kantonale Arbeitnehmerbeiträge können hinzukommen.

Was darf eine Putzkraft pro Stunde verlangen?

Eine gesetzliche Obergrenze gibt es nicht; das Gesetz legt nur die Untergrenze fest, den Mindestlohn, der in deinem Kanton für Hausarbeit gilt. Darüber vereinbarst du mit dem Haushalt einen Bruttostundenlohn, der zu Aufgaben, Erfahrung und Region passt. Halte ihn im Vertrag fest, denn der Haushalt zahlt als dein Arbeitgeber diesen Lohn und zieht davon deine Abzüge ab.

Was kann eine Putzkraft privat in der Schweiz verlangen?

Wenn du für einen Privathaushalt arbeitest, bist du in der Regel bei ihm angestellt, also vereinbarst du einen Bruttostundenlohn und stellst keine Rechnung. Der Haushalt zahlt diesen Lohn für jede geleistete Stunde und trägt zusätzlich seine Arbeitgeberbeiträge und die Unfallversicherung. Der Lohnrechner von Helpore zeigt die Kosten des Haushalts Zeile für Zeile.

Wie viel verdient man als Putzkraft in der Schweiz pro Monat?

Dein Monatsverdienst ist der vereinbarte Bruttostundenlohn mal die tatsächlich gearbeiteten Stunden und hängt davon ab, wie viele Haushalte dich wie lange buchen. Davon werden deine Beiträge und allenfalls Steuern abgezogen; der Nettolohnrechner zeigt, was bleibt. Die Anmeldung bei Helpore garantiert keine Arbeit.

Wie viel verdient man als Nanny?

Für Kinderbetreuung verdienst du den mit dem Haushalt vereinbarten Bruttolohn für die Stunden in deinem Vertrag, darum sehen Vollzeit und gelegentliche Abende ganz anders aus. Überwiegende Kinderbetreuung ist vom eidgenössischen Mindestlohn für Hauswirtschaft ausgenommen, einige Kantone setzen aber eine eigene Untergrenze. Prüfe deinen Kanton und ziehe Beiträge und allfällige Steuern ab, um deinen Nettolohn zu sehen.

Wie viel verdient man als Betreuungskraft in der Schweiz?

Für Betreuung in einem Privathaushalt verdienst du den Bruttostundenlohn, den du mit dem Haushalt vereinbarst, mindestens den Mindestlohn, der in deinem Kanton für die Arbeit gilt. Hilfe im Alltag, beim Einkaufen und Kochen sowie Gesellschaft zählen als Hausarbeit. Pflege, auch Grundpflege wie Hilfe beim Waschen oder Anziehen, braucht eine Ausbildung und in der Regel eine kantonale Bewilligung.

Offizielle Quellen

  • Übersicht der Normalarbeitsverträge des Bundes (NAV): seco.admin.ch
  • SECO-Informationen zum NAV Hauswirtschaft, Ziffer 3 zu Pflege und Grundpflege (Stand 1. Januar 2026): seco.admin.ch
  • Mitteilung des Bundesrats zur Lohnanpassung NAV Hauswirtschaft (gültig ab 1. Januar 2026): admin.ch Medienmitteilung
  • AHV/AVS-Merkblatt Hauswirtschaft 2.06 (2026): ahv-iv.ch/p/2.06.d