Wenn Sie überlegen, eine Putzfrau oder Haushaltshilfe in der Schweiz anzustellen, ist die erste Frage immer dieselbe: Was kostet das wirklich? Die ehrliche Antwort: Der Stundensatz ist nur ein Teil davon. Was Sie zahlen, hängt vom Lohn ab, von den Sozialbeiträgen, die Sie als Arbeitgeber schulden, und davon, ob Sie privat, über eine Agentur oder über eine Plattform anstellen.
Dieser Guide für 2026 schlüsselt die echten Kosten für Schweizer Haushalte auf — klar und mit Beispielen — damit Sie sicher budgetieren und teure Überraschungen vermeiden.
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Die kurze Antwort: Was eine Putzfrau 2026 kostet
Für private Haushaltsreinigung in der Schweiz 2026:
| Art der Anstellung | Übliche Kosten 2026 (pro Stunde) |
|---|---|
| Private Anstellung (deklariert) | ~CHF 29–40 all-in (Bruttolohn + Arbeitgeberkosten) |
| Reinigungsfirma / Agentur | ~CHF 35–50 |
| Bargeld unter der Hand | „Günstiger" auf dem Papier, aber illegal und riskant |
Der Bruttolohn, den Sie mit einer Putzkraft vereinbaren, liegt meist bei CHF 25–34/Stunde. Darauf schulden Sie als privater Arbeitgeber Sozialbeiträge und Ferienlohn, weshalb die echten All-in-Kosten näher bei CHF 29–40 liegen. Unten zeigen wir genau, wohin dieses Geld fliesst.
Woraus bestehen die echten Kosten?
Wenn Sie jemanden für Hauswirtschaftsarbeit in der Schweiz anstellen, besteht der Gesamtaufwand aus drei Teilen:
- Der Brutto-Stundenlohn. Was Sie mit der Putzkraft vereinbaren, mindestens auf dem gesetzlichen Minimum (siehe unten). Typisch sind CHF 25–34/Stunde.
- Ferienlohn. Bei Stundenlohn wird er als sichtbarer Zuschlag hinzugefügt, üblich sind 8.33% für vier Ferienwochen.
- Arbeitgeberbeiträge und Versicherung. Als rechtlicher Arbeitgeber zahlen Sie den Arbeitgeberanteil von AHV/IV/EO und ALV, die obligatorische Unfallversicherung sowie Fonds-/Verwaltungskosten. Zusammen kommen so meist rund 10–15% auf den Bruttolohn hinzu.
Ein Bruttosatz von CHF 30/Stunde wird so zu effektiven Kosten von etwa CHF 35–37/Stunde, wenn Ferienlohn und Arbeitgeberkosten eingerechnet sind. Die vollständige gesetzliche Aufschlüsselung finden Sie in unserem Guide zur legalen Anstellung.
Wie hoch ist der gesetzliche Mindestlohn 2026?
Sie dürfen nicht unter das gesetzliche Minimum für Tätigkeit und Kanton gehen. Für die meiste Hauswirtschaftsarbeit setzt der Bundes-NAV Hauswirtschaft ab 1. Januar 2026 folgende Brutto-Mindestlöhne:
- Ungelernt: CHF 20.35/Stunde
- Ungelernt mit 4+ Jahren Erfahrung: CHF 22.30/Stunde
- Gelernt mit EBA: CHF 22.30/Stunde
- Gelernt mit EFZ: CHF 24.55/Stunde
Einige Kantone setzen höhere Werte — zum Beispiel Genf mit CHF 24.59/Stunde. In der Praxis verlangen erfahrene Putzkräfte mit guten Referenzen über diesen Minima, weshalb Marktsätze bei CHF 25–34 liegen.
Wie viele Stunden brauchen Sie wirklich?
Eine nützliche Faustregel: etwa eine halbe Stunde pro 20 m². Also:
- Eine 80-m²-Wohnung mit Küche und Bad ≈ 2 Stunden pro Einsatz
- Ein 120-m²-Zuhause ≈ 3 Stunden pro Einsatz
Die meisten Haushalte buchen einen wöchentlichen oder zweiwöchentlichen Einsatz für den laufenden Unterhalt, mit gelegentlichen Extrastunden für Grundreinigung, Fenster oder Bügeln.
Echtes Kostenbeispiel: 3 Stunden pro Woche
Rechnen wir es für eine typische Buchung von 3 Stunden pro Woche zu einem Bruttosatz von CHF 30/Stunde zusammen:
- Stunden pro Monat: 3 × 52 ÷ 12 ≈ 13 Stunden
- Basis-Bruttolohn: 13 × CHF 30 = CHF 390
- Ferienlohn (8.33%): ≈ CHF 32
- Arbeitgeberbeiträge & Versicherung (~12%): ≈ CHF 47
- Geschätztes Monatstotal: ≈ CHF 469
Das ergibt effektive Kosten von rund CHF 36/Stunde — berechenbar, vollständig deklariert, mit Versicherung und Rentenaufbau für die Person, die Ihnen hilft. Möchten Sie Ihre eigenen Zahlen durchrechnen? Probieren Sie den Helpore Kostenrechner.
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