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Ratgeber für Haushalte

Haushaltshilfe und Steuern Schweiz 2026

Haushaltshilfe 2026 von den Steuern absetzen? Kinderbetreuung kann abziehbar sein, Reinigung meist nicht, und deklarierte Arbeit liefert die Belege.

Gilberto de la Fuente

Sobald die Steuererklärung ansteht, stellen sich viele Schweizer Haushalte dieselbe hoffnungsvolle Frage: Kann ich absetzen, was ich für Putzfrau, Nanny oder einen anderen Helper bezahle? Die ehrliche Antwort besteht aus zwei Teilen. Gewöhnliche Reinigung und Haushaltshilfe sind meist nicht abziehbar. Kinderbetreuung dagegen oft schon – aber nur bis zu festen Grenzen und nur, wenn die Arbeit deklariert ist.

Dieser Ratgeber erklärt Zweck, Grenzen und Nachweise von Abzügen für Kinderbetreuung und behinderungsbedingte Kosten. Auch eine Barzahlung kann dokumentiert und deklariert werden. Die Zahlungsart allein bestimmt nicht, ob Kosten abziehbar sind.

Prüfe die anwendbaren Voraussetzungen, Grenzen und Nachweise für Kinderbetreuung oder behinderungsbedingte Kosten bei deiner kantonalen Steuerverwaltung. Für jemanden, den du bereits beschäftigst, vergleiche Helpore Admin Light und Helpore Admin.

Die kurze Antwort

Art der Haushaltshilfe 2026 absetzbar?
Reinigung / allgemeine Haushaltshilfe Grundsätzlich nein – gilt als private Lebenshaltungskosten
Reinigung wegen einer Behinderung Möglicherweise, als behinderungsbedingte Kosten
Kinderbetreuung (Nanny, Kita, Tagesmutter) Ja, bis zu den Höchstbeträgen von Bund und Kanton – wenn deklariert

Entscheidend ist der Zweck. Das Steuersystem sieht ein sauberes Zuhause als privaten Vorteil, den du aus deinem eigenen Einkommen bezahlst. Kinderbetreuung sieht es anders: Wenn beide Eltern arbeiten, sich ausbilden oder ein Kind nicht selbst betreuen können, gelten die Kosten dafür, dass jemand anderes das Kind betreut, als Kosten der Einkommenserzielung – und die sind abziehbar.

Warum Reinigung und Haushaltshilfe meist nicht abziehbar sind

Der Bund und die meisten kantonalen Steuerämter ordnen gewöhnliche Reinigung, Bügeln und Haushaltshilfe den privaten Lebenshaltungskosten zu. Diese sind nicht abziehbar – genauso wenig wie Lebensmittel oder Miete. Dabei spielt es keine Rolle, ob du privat, über eine Agentur oder über eine Plattform anstellst – die Kategorie bleibt dieselbe.

Es gibt eine wichtige Ausnahme. Wenn du eine Behinderung hast, die bedeutet, dass du deinen Haushalt wirklich nicht ohne Hilfe führen kannst, lässt sich ein Teil der Kosten für Haushaltshilfe als behinderungsbedingte Kosten abziehen. Die Regeln sind spezifisch und erfordern Belege; kläre die Details mit deinem kantonalen Steueramt.

Wenn es dir weniger um einen Steuervorteil als um einen fairen, planbaren Preis für die Reinigung geht, zeigt unser Preis-Guide 2026, was Haushaltshilfe inklusive Sozialabgaben tatsächlich kostet.

Kinderbetreuung: der Abzug, den es wirklich gibt

Kinderbetreuung ist der grosse Posten. Bei der direkten Bundessteuer kannst du 2026 nachgewiesene Kosten für die Drittbetreuung bis zu CHF 25’800 pro Kind und Jahr abziehen. Voraussetzungen:

  • das Kind ist unter 14 und lebt in deinem Haushalt;
  • die Betreuung erfolgt durch Dritte (Kita, Tagesmutter oder eine von dir angestellte Nanny);
  • die Kosten entstehen wegen deiner Erwerbstätigkeit, Ausbildung oder Betreuungsunfähigkeit. Bei Paaren müssen beide gleichzeitig erwerbstätig, in Ausbildung oder betreuungsunfähig sein.

Was als Betreuungskosten zählt: Kita- und Hortgebühren, Honorare an Tagesmütter und der Lohn einer Nanny für die Stunden, in denen sie deine Kinder betreut, während du arbeitest oder dich ausbildest. Was nicht zählt: Freizeitaktivitäten, Musik- oder Sportunterricht, Nachhilfe sowie Reise und Verpflegung rund um ein Ferienlager.

Wie viel dein Kanton zum Abzug zulässt

Der Bundes-Höchstbetrag ist überall gleich, die kantonalen Höchstbeträge unterscheiden sich aber stark. Einige Beispiele zur Orientierung:

Steuerebene Höchstabzug Kinderbetreuung pro Kind (2026)
Direkte Bundessteuer (überall) CHF 25’800
Kanton Zürich CHF 25’000 (von CHF 10’000 erhöht ab Steuerperiode 2026)
Kanton Waadt CHF 15’200

Kantonale Höchstbeträge, Altersgrenzen und Belegregeln unterscheiden sich. Kläre die genauen Regeln bei deinem kantonalen Steueramt, bevor du deine Steuererklärung einreichst.

Nachweise für abzugsfähige Kosten aufbewahren

Jetzt kommt der wichtigste Punkt. Der Kinderbetreuungsabzug gilt für nachgewiesene Kosten. Wird die Betreuung durch eine von dir angestellte Person erbracht – etwa eine Nanny –, verlangt das Steueramt, dass du deiner Steuererklärung eine Kopie des Lohnausweises beilegen. Einige Kantone wie Zürich halten das ausdrücklich fest.

Entscheidend sind nachgewiesene abzugsfähige Kosten. Du kannst Löhne bar bezahlen und dennoch Quittungen, einen Lohnausweis und die anwendbaren Anstellungsnachweise führen. Nicht deklarierte Arbeit birgt eigene rechtliche Risiken. Lies Barzahlung und Schwarzarbeit.

Prüfe die anwendbaren Beitrags- und Versicherungspflichten für Haushaltsarbeit, einschliesslich Ausnahmen nach Alter und Kalenderjahr. Der Ratgeber zur legalen Anstellung erklärt die Schritte.

Ein einfaches Beispiel

Angenommen, du stellst für dein zweijähriges Kind eine Nanny an, damit du arbeiten kannst, und zahlst über das Jahr CHF 18’000 deklarierten Lohn.

  • Bundessteuer: die vollen CHF 18’000 liegen unter der Grenze von CHF 25’800, der gesamte Betrag ist also abziehbar.
  • Kantonssteuer: begrenzt auf den Höchstbetrag deines Kantons – zum Beispiel CHF 18’000 in Zürich (unter der Grenze von CHF 25’000), aber nur CHF 15’200 in der Waadt.

Die Steuerersparnis hängt von abzugsfähigen Ausgaben, Grenzen, Grenzsteuersatz und persönlicher Situation ab. Das Beispiel setzt voraus, dass alle genannten Löhne als Kinderbetreuungskosten abzugsfähig sind. Die Deklaration allein bestätigt dies nicht. Eine Barzahlung schliesst den Abzug nicht aus.

Was du für den Abzug brauchst

Um Abzüge sauber geltend zu machen, bewahre auf:

  • den Arbeitsvertrag;
  • den jährlichen Lohnausweis;
  • den Nachweis der AHV/AVS-Anmeldung und Beiträge;
  • Quittungen oder Rechnungen für die Betreuung;
  • eine Aufstellung der Betreuungskosten mit den Empfängern, beigelegt zur Steuererklärung.

Wenn das nach Aufwand klingt, ist es das meist auch – und genau dieses Problem löst Helpore.

Wie Helpore den Abzug leicht macht

Wähle für einen bereits angestellten Helper die Administration, die zu deinem Haushalt passt. Korrekte Nachweise unterstützen einen Steuerabzug. Sie bestätigen den Anspruch für sich allein nicht:

  • Anstellungspflichten prüfen. Erforderliche Beiträge, Versicherungen und Meldungen hängen von Person und Anstellung ab.
  • Lohn und Lohnausweis erledigt. Der Lohnausweis und die Zahlungsnachweise, die das Steueramt verlangt, werden für dich erstellt.
  • Angebot wählen. Light erstellt monatliche Lohnabrechnungen, Unterlagen und Berechnungen, mit denen du die nötigen Schritte selbst erledigst. Admin übernimmt mit deiner Vollmacht die vereinbarte Administration.
  • Keine Helpore-Gebühr vom Bruttolohn des Helpers. Arbeitnehmerabzüge bleiben bestehen. Haushaltsgebühren und Arbeitgeberkosten sind separat.

Hilft dir bereits jemand zu Hause, wähle Helpore Admin Light für monatliche Lohnabrechnungen, Unterlagen und Berechnungen, während du anmeldest und zahlst, oder Helpore Admin, damit Helpore mit deiner Vollmacht die vereinbarte Administration übernimmt. Dein Helper braucht weder ein öffentliches Profil noch ein Helpore-Konto. Suchst du jemand Neues, kannst du einen Helper über Flex buchen.

Bist du Putzkraft, Nanny oder Au-pair? Erstelle kostenlos dein Helper-Profil.

Häufige Fragen

Kann ich eine Putzfrau oder Haushaltshilfe von den Steuern absetzen?

Grundsätzlich nein – gewöhnliche Reinigung und Haushaltshilfe gelten als private Lebenshaltungskosten und sind nicht abziehbar. Die wichtigste Ausnahme ist behinderungsbedingte Hilfe. Kinderbetreuung wird anders behandelt und kann abziehbar sein.

Wie viel Kinderbetreuung kann ich 2026 absetzen?

Bei der direkten Bundessteuer bis CHF 25’800 pro Kind und Jahr, für jedes Kind unter 14 im Haushalt, wenn die Kosten durch Erwerb, Ausbildung oder Betreuungsunfähigkeit entstehen. Die kantonalen Höchstbeträge variieren – zum Beispiel CHF 15’200 in der Waadt und CHF 25’000 in Zürich.

Brauche ich dafür deklarierte Arbeit?

Abzugsfähige Kosten brauchen Nachweise und bei angestellten Betreuungspersonen den anwendbaren Lohnausweis. Barlohn kann dokumentiert und deklariert werden. Eine Barzahlung schliesst den Abzug für sich genommen nicht aus.

Ist eine privat angestellte Nanny abziehbar?

Ja, als Kinderbetreuung, wenn die Arbeit deklariert ist, du die Kosten nachweist und sie wegen deiner Erwerbstätigkeit, Ausbildung oder Erwerbsunfähigkeit nötig war – bis zu den Höchstbeträgen pro Kind.

Hängt es vom Kanton ab?

Ja. Der Bundes-Höchstbetrag gilt überall, jeder Kanton legt aber eigenen Höchstbetrag und Details fest. Frag bei deinem kantonalen Steueramt nach.

Offizielle Quellen

  • Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) – Abzüge, Ansätze und Tarife bei der direkten Bundessteuer: estv.admin.ch
  • Kanton Zürich – Weisung der Finanzdirektion über Sozialabzüge und den Kinderdrittbetreuungskostenabzug (ab Steuerperiode 2026): zh.ch
  • Waadtländer Abzugstabelle 2026
  • AHV/AVS-Merkblatt 2.06 zur Hausdienstarbeit: ahv-iv.ch/p/2.06.d